Blitzer-Marathon

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Wieder einmal gab es heute den Blitzer-Marathon in ganz Deutschland – bei uns in Bayern dauert er noch eine Woche an. Eine groß angelegte Aktion, um an vielen gefährlichen Stellen durch durchaus auffällige Messungen darauf hinzuarbeiten, dass Autofahrer die Geschwindigkeitsbeschränkungen auch einhalten.

Ich hatte schon mal geschrieben, dass ich das grundsätzlich für eine sehr gute Idee halte. Denn es geht um die Sicherheit, auch anderer Menschen. Es geht darum, Unfälle zu vermeiden, Menschen vor Leiden oder sogar dem Tod zu bewahren. Das finde ich jede Anstrengung wert.

„Abzocke“ schreien manche. Ehrlich gesagt: Das finde ich geradezu unverschämt. Wer das Leben und die Gesundheit anderer durch rücksichtslose oder unvorsichtige Fahrweise gefährdet, der hat auch die Konsequenzen daraus zu tragen. Tut mir Leid, Leute. Ich habe schon Verkehrstote beerdigen „dürfen“. Ich habe dafür kein Verständnis.

Natürlich kommt es auch mal vor, dass man eine Geschwindigkeitsbeschränkung einfach übersieht. Und es gibt Stellen, an denen man sie einfach nicht einsieht. Auch mir passiert das. Aber dann muss ich eben auch akzeptieren, wenn ich dafür bestraft werde. Abzocke? Nein: Gedankenlosigkeit und Unverantwortlichkeit derer, die so tönen.

Was ich mir wünsche, wäre eine Gesellschaft, in der alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen. In der es uncool ist, zu rasen, und cool, vorsichtig und angepasst zu fahren.

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